Bitcoin wird laut Bitwise-CIO trotzdem die 1-Millionen-Dollar-Marke erreichen.

Matt Hougan, CIO von Bitwise, sagt, dass ein Bitcoin-Kurs von 1 Million Dollar realistisch sei, nicht aufgrund statischer mathematischer Berechnungen, sondern aufgrund der Richtung, in die sich der Markt für Wertspeicher entwickelt.
Crypto Rich
12. März 2026
Chief Investment Officer von Bitwise Matt Hougan Er hält an seiner Prognose fest, Bitcoin im Wert von 1 Million Dollar zu investieren. In einem am 10. März veröffentlichten Memo erläutert er detailliert, wie es dazu kommt, und die Berechnungen sind weniger extrem, als sie zunächst klingen.
Die Kurzfassung: Bitcoin muss den Markt für Wertspeicher nicht dominieren. Es muss lediglich weiter in diesen Bereich hineinwachsen.
Warum klingt 1 Million Dollar verrückt?
Die spontane Reaktion auf ein Kursziel von 1 Million Dollar ist verständlich. Bei den heutigen Kursen entspräche das einer Vervierzehnfachung. Betrachtet man den Markt statisch, müsste Bitcoin mehr als die Hälfte des 38 Billionen Dollar schweren Wertspeichersektors erobern, der derzeit von Gold dominiert wird. Das ist keine konservative Annahme, sondern eine gewagte.
Hougan argumentiert jedoch, dass der Fehler in der Darstellung liegt. Der Markt für Wertspeicher ist nicht statisch. Er wächst. Und die Zahlen hinter diesem Wachstum verändern das Bild völlig.
Welche mathematische Grundlage steckt hinter dem Zielwert von 1 Million Dollar?
Der entscheidende Punkt, so Hougan, ist, dass die meisten Analysten davon ausgehen, dass der heutige Markt für Wertspeicher mit einem Volumen von 38 Billionen Dollar auch weiterhin so groß bleibt. Demnach müsste Bitcoin mehr als die Hälfte davon für sich beanspruchen, um einen Preis von 1 Million Dollar zu rechtfertigen. An diesem Punkt klingt die Zahl absurd.
Doch der Markt bleibt nicht auf diesem Niveau. Der Aufstieg des Goldpreises selbst beweist es. Im Jahr 2004, als der erste US-amerikanische Gold-ETF aufgelegt wurde, lag die gesamte Marktkapitalisierung von Gold bei rund 2.5 Billionen US-Dollar. Heute beträgt sie fast 36 Billionen US-Dollar, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von etwa 13 % über zwei Jahrzehnte entspricht. Dieselben makroökonomischen Faktoren, die dieses Wachstum antrieben – Staatsverschuldung, geopolitische Instabilität, lockere Geldpolitik und die Angst vor einer Entwertung des Fiatgeldes –, wirken weiterhin. Nun konkurriert Bitcoin um dasselbe Kapital.
Hougan projiziert diese Wachstumsrate von 13 % auf weitere zehn Jahre und kommt so auf einen Wertspeichermarkt im Wert von etwa 121 Billionen US-Dollar. Bei dieser Größenordnung muss Bitcoin Gold nicht überholen. Es genügt, den aktuellen Marktanteil von rund 4 % auf 17 % zu steigern. Dadurch ergäbe sich eine Gesamtmarktkapitalisierung von Bitcoin von etwa 20.5 Billionen US-Dollar, was bei einem festen Angebot von 21 Millionen Coins einem Wert von etwa 1 Million US-Dollar pro Coin entspricht.
Hougan bezeichnet dies als „angemessen konservativ“, eine Fortsetzung aktueller Trends und kein visionäres Zukunftsszenario. Er merkt an, dass sich seine Ansichten seit einem ähnlichen Artikel im Jahr 2023 „präziser“ hätten.
Hat Bitcoin wirklich das Zeug zum digitalen Gold?
Der Vergleich mit einem Wertspeicher ist nicht neu, doch Hougans Memo verdeutlicht das strukturelle Argument. Bitcoin ist in seiner Darstellung ein „aufstrebender Wertspeicher“, der einen ähnlichen Zweck wie Gold erfüllt: Er ermöglicht es den Menschen, Vermögen außerhalb des traditionellen Fiat- und Bankensystems, aber in digitaler Form, zu halten.
Wo es physisches Gold übertrifft:
- Portabilität: Sofort überallhin übertragbar, keine Logistik erforderlich
- Teilbarkeit: Auszugeben in Bruchteilen von nur einem Satoshi.
- Keine Lagerkosten: Keine Tresore, keine Versicherungsprämien
- Zensurresistenz und Grenzenlosigkeit: Zugänglich unabhängig von geografischer Lage oder politischem Umfeld
Das Goldangebot ist nachweislich begrenzt, doch der Abbau von Gold geht weiter. Die Obergrenze von 21 Millionen Bitcoins ist im Code festgelegt und für jeden überprüfbar.
Findet die institutionelle Übernahme bereits statt?
Hougan verweist auf konkrete Belege dafür, dass die These vom digitalen Gold in realen Portfolios Eingang findet. US-amerikanische Bitcoin-Spot-ETFs gelten als die am schnellsten wachsenden ETFs aller Zeiten. Zu den institutionellen Anlegern zählen unter anderem die Harvard-Stiftung und der Staatsfonds von Abu Dhabi.
Mit der gesunkenen Volatilität von Bitcoin haben sich die Portfolioallokationen verändert, von etwa 1 % auf rund 5 % in einigen institutionellen Kontexten. Hougan argumentiert, dass im nächsten Schritt Pensionsfonds, Staatsfonds und möglicherweise auch Nationalstaaten ihr Engagement in dieser Anlageklasse mit zunehmender Reife ausbauen werden.
Das ist die gleiche Entwicklung, die Gold nach der Öffnung des Marktes für ETFs im Jahr 2004 durchlaufen hat.
Was könnte schiefgehen?
Hougan blendet die Schattenseiten nicht aus. Der Markt für Wertspeicher könnte ein jährliches Wachstum von 13 % möglicherweise nicht aufrechterhalten. Bitcoin Die Marktanteilsgewinnung könnte langsamer verlaufen als die jüngsten Trends vermuten lassen. Beide Ergebnisse widerlegen jedoch nicht das bestehende Modell. Sie verschieben lediglich den Zeitrahmen oder senken das Potenzial.
Er sieht die Risiken als asymmetrisch an, mit einem erheblichen Aufwärtspotenzial, falls sich das Wachstum beschleunigt oder der Marktanteil von Bitcoin schneller wächst als im Basisszenario angenommen.
Der Imbiss
Hougan schließt das Memo mit einer klaren Feststellung: Das Basisszenario „führt zu deutlich höheren Preisen als den heutigen“. Die Zahl von einer Million Dollar ist eine Prognose, keine Garantie. Die dahinterstehende Logik ist jedoch weniger spekulativ, als die Zahl vermuten lässt.
Quellen
- Bitwise-Investitionen — Matt Hougans vollständiges CIO-Memo „Wie Bitcoin die 1-Million-Dollar-Marke erreicht“, veröffentlicht am 10. März 2026
- Der Block — Nachrichtenberichterstattung, die Hougans aktualisierte Wertspeicher-These und das Kursziel von 1 Million Dollar zusammenfasst
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Autorin
Crypto RichRich erforscht seit acht Jahren Kryptowährungen und Blockchain-Technologie und ist seit der Gründung im Jahr 2020 als leitender Analyst bei BSCN tätig. Er konzentriert sich auf die Fundamentalanalyse von Kryptoprojekten und Token im Frühstadium und hat ausführliche Forschungsberichte zu über 200 neuen Protokollen veröffentlicht. Rich schreibt außerdem über allgemeinere Technologie- und Wissenschaftstrends und engagiert sich aktiv in der Krypto-Community über X/Twitter Spaces und führende Branchenveranstaltungen.
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